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Andrea Honig, Zahnärztin Kleinmachnow
Andrea Honig, Zahnärztin Kleinmachnow

August 2020 – 125 Jahre Rönt­gen

Vor 125 Jahren hat Wilhelm Conrad Röntgen die X-Strahlen entdeckt und damit die Welt verändert. Viele hielten die Entdeckung zunächst nur für eine Kuriosität ohne sinnvollen Nutzen. Schon bald darauf wurde jedoch das Potenzial des neuen Verfahrens offenbar. Mittels Röntgenstrahlen lassen sich für unser Auge nicht sichtbare Strukturen und somit auch krankhafte Veränderungen, Schädigungen oder Verletzungen im menschlichen Körper erkennen. Somit kann Röntgen genutzt werden, um eine zielgerichtete Behandlung durchzuführen.

Davon profitieren seitdem jeden Tag Millionen von Menschen auf der gesamten Welt. Auch heute noch ist Röntgen ein wertvolles diagnostisches Verfahren in der Medizin und Zahnmedizin.

Röntgen in der Zahnmedizin

In der Zahnmedizin dient die Röntgentechnik häufig der Kariesdiagnostik. Es lassen sich auch Erkenntnisse über die Stellung der Zähne, den Zustand der Zahnwurzeln und über eventuell nachrückende Zähne gewinnen. Im Vorfeld sowie im Verlauf einer Implantatbehandlung kommen Röntgenaufnahmen ebenfalls zur Anwendung.

Digitales Röntgen

Die technische Weiterentwicklung hat in den 1970er und frühen 1980er Jahren das digitale Röntgen hervorgebracht. Es verzichtet auf eine Belichtung und Entwicklung von Filmmaterial. Durch einen speziellen Sensor werden die auftreffenden Strahlen sofort in digitale Signale umgewandelt und per Computer ausgewertet. Die dabei erzeugten Bilder sind auf dem Monitor sichtbar und können gespeichert und/oder bei Bedarf auf Filmmaterial ausgedruckt werden.

Die Vorteile des digitalen Röntgens:

  • Der wohl wichtigste Nutzen digitaler Röntgentechnik: Im Vergleich zum herkömmlichen Röntgen ist es deutlich strahlenreduziert.
  • Zudem müssen die Aufnahmen nicht erst entwickelt werden. Wir können Sie in Sekundenschnelle am Behandlungsstuhl betrachten.
  • Digitales Röntgen ist umweltfreundlicher, weil keine Entwicklerchemikalien benötigt werden.
  • Die digitalen Daten können zur Klärung fachlicher Fragen oder bei Überweisungen (unter Wahrung der entsprechenden Datenschutzbestimmungen) zeitsparend per E-Mail versendet werden.

Erst seit rund 45 Jahren: Röntgen in der dritten Dimension

Bereits in den frühen 1970er Jahren wurde die 3D-Röntgentechnik Computertomographie (CT) serienreif. Kurz vor der Jahrtausendwende folgte dann der nächste Meilenstein des 3D-Röntgens: Die Digitale Volumentomographie (DVT) wurde vorgestellt.

  • Mithilfe von dreidimensionalen Darstellungen können sich Zahnärzte, Oral- und Kieferchirurgen ein wesentlich genaueres Bild von den anatomischen Verhältnissen im Mund machen.
  • Das trägt zu einem erheblich sichereren und schonenderen Vorgehen und größerem Behandlungserfolg bei.
  • Die Digitale Volumentomographie ist dabei deutlich strahlungsärmer als die Computertomographie.

Ein häufiges Anwendungsgebiet der DVT ist die 3D-Implantatplanung bzw. die navigierte Implantologie.

 

Zur nächsten August-News: Zahntipps für den Urlaub